Natur & Landschaft Landschaftspflege

Blühender Naturpark: Es geht los!

Erste Aussaat Blühender Naturpark 2018
Der Naturpark soll erblühen - je mehr Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen mitmachen, desto besser.

Die Stadt Bad Teinach-Zavelstein läutete die erste Runde im Projekt Blühender Naturpark für die Wildblumenaussaat im Jahr 2018 ein. Und die Mineralbrunnen Teinach GmbH ist neuer Blumenwiesenpate. Fast gleichzeitig startete die Landesgartenschau in Lahr, wo der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord den Blühenden Naturpark erlebbar macht.

Mit der Sonne kommen die Blumen

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und frühlingshaften Temperaturen erhält das Projekt Blühender Naturpark nach der Winterzeit wieder Aufwind: Zahlreiche Flächen in der Region werden in den kommenden Wochen mit heimischen Wildblumensamen eingesät. Den Auftakt machte in dieser Woche die Stadt Bad Teinach-Zavelstein. Auf rund 200 Quadratmetern säten Bürgermeister Markus Wendel, Tourismuschefin Franziska Bürkle und Mineralbrunnen-Teinach-Geschäftsführer Andreas Gaupp von Hand Wildblumensamen aus.

Blühender Naturpark wächst

Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli überreichte zudem ein Feldschild, das direkt an der Fläche über das Projekt und den Nutzen für die heimische Tier- und Pflanzenwelt informiert. Denn oft zeigen sich im ersten Jahr noch keine Blüten und die Passanten fragen sich, warum hier eine Brachfläche liegt.

Rund 20 Gemeinden und Städte beteiligen sich in diesem Frühjahr an dem Projekt Blühender Naturpark, zirka 60 Flächen werden im Laufe der kommenden Wochen eingesät. „Insgesamt werden wir diesen Frühling auf bis zu 40.000 Quadratmetern Fläche Wildblumenwiesen anlegen“, freut sich Lilli Wahli über das Engagement der Kommunen, Kreise und Unternehmen. Im Herbst kommen weitere Flächen hinzu.

Offensive gegen das Bienensterben

Die Projektmanagerin betont: „Es kommt nicht auf die Größe der Fläche, sondern auf das Netzwerk vieler einzelner Flächen an.“ Denn viele Wildbienen und andere Insekten bewegen sich nur wenige Hundert Meter von ihrem Standort weg. Deshalb ist es wichtig, dass sie in diesem Umkreis weitere Blühflächen finden.

Das Ziel: Der Naturpark soll immer mehr blumenbunt werden. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet den blütenbesuchenden Insekten wie Hummeln, Wildbienen, Schmetterlingen und Co. mehr Lebensraum und Nahrung. Das haben sie bitter nötig, denn bekanntlich ist ihre Zahl in den letzten 20 Jahren bundesweit um mindestens 80 Prozent gesunken!

Wie immer: Auf die Mischung kommt es an

Seit 2016 haben sich bisher mehr als 30 Gemeinden und Städte mit rund 80.000 Quadratmetern ausgesäter Fläche beteiligt. Die ausgesäten Blühmischungen passen zur jeweiligen Region und deren Klima. So gibt es nicht eine durchgängige „Schwarzwaldmischung“, denn zum Beispiel gedeihen in den wärmeren Tälern andere Wildblumen als auf den raueren Hochflächen. Zudem müssen es mehrjährige Blumen sein, um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Teinacher wird Blumenwiesenpate

Neben zahlreichen Privatpersonen, die im heimischen Garten aussäen, unterstützen auch immer mehr Unternehmen das Projekt als Blumenwiesenpate – so wie seit diesem Monat die Mineralbrunnen Teinach GmbH. „Wir sind auf eine intakte Natur angewiesen und wollen einen Beitrag leisten, damit Insekten bei uns in der Region wieder eine Heimat finden“, erklärt Geschäftsführer Andreas Gaupp. Neben Unternehmen könnt auch ihr einzeln oder mit eurer Familie das Projekt ideell und finanziell als Blumenwiesenpate unterstützen. Die Patenschaft könnt ihr über unseren Online-Shop buchen. Fragen dazu beantworten wir euch gerne telefonisch unter 07223/9577150. Außerdem bekommt ihr dort Samentütchen für euren Garten.

Wildblumenwiese auch auf der Landesgartenschau

Mit dem Start der Landesgartenschau in Lahr wird das Projekt Blühender Naturpark zudem einem größeren Publikum bekannt. Neben einer blühenden Wildblumenwiese direkt am Pavillon des Ortenaukreises wird Ende Juni eine Wanderausstellung zum Thema Station auf der Landesgartenschau machen. „Wir wollen die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und hoffen, dass noch mehr Menschen bei der Aussaat auf heimische Wildblumenarten setzen“, sagt Lilli Wahli.

 

 

 

(Fotos: Jochen Denker/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, Kristian Peters, Julie Anne Workman, pixabay)