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Gut fürs Klima:

Weniger und dafür hochwertiges Fleisch essen

Auch bei der Produktion unserer Nahrungsmittel entstehen viele Treibhausgase, die unserem Klima schaden. Während der Anbau von Obst, Getreide und Gemüse insgesamt weniger klimaschädlich ist, entstehen bei der Tierhaltung ungefähr 20 mal mehr Treibhausgase.

20 mal mehr Treibhausgase!

Ich erkläre euch warum – und warum ihr zwar weniger Fleisch essen solltet, aber nicht ganz darauf verzichten müsst.

Der Anbau von Futterpflanzen schadet dem Klima

Vor allem große Tiere wie Schweine und Rinder benötigen sehr viel Futter, um heranzuwachsen. In der heutigen Massentierhaltung ist das Futter für Schweine, Rinder und Hühner oft aus Soja.

Soja wird vor allem in Amerika angebaut und muss dann zu uns nach Deutschland transportiert werden.

Diese weite Reise mit LKW, Schiff oder Flugzeug verursacht viel CO2. Ihr wisst, dass das gar nicht gut für das Klima ist.

Ein anderes Problem ist, dass für den Anbau von viel Soja auch sehr viel Platz benötigt wird.

Dieser Platz wird z.B. geschaffen, indem in Südamerika Regenwälder abholzt werden. Wie ihr wisst, sind die Wälder aber sehr wichtig für unser Klima. Sie speichern CO2, das so nicht in die Atmosphäre gelangen kann.

Wenn Kühe, Schweine und Hühner also Soja fressen und für dessen Anbau Bäume gefällt werden, schadet das unserem Klima und es wird immer wärmer auf unserer Erde.

Schädliche Klimagase durch Gülle und Rinder-Pups

Hinzu kommt, dass bei der Massentierhaltung unglaublich viel Gülle entsteht. Diese wird in viel zu großer Menge auf Wiesen und Äckern verteilt.

Das belastet nicht nur unser Grundwasser, sondern verursacht, dass über die Böden großflächig Treibhausgase austreten, welche unserem Klima schaden.

Und wusstet ihr, dass besonders Rinder selbst auch Treibhausgase, nämlich Methan, produzieren? Und zwar indem sie pupsen und rülpsen. Weil sie so groß sind, müssen sie richtig viel fressen, also auch richtig viel pupsen und rülpsen. Das klingt lustig, bei so vielen Rindern auf der Welt kommt dabei aber ganz schön viel  klimaschädliches Methan zusammen.

Was könnt ihr also tun?

Auf jeden Fall hilft es unserem Klima sehr, wenn ihr weniger Fleisch, Wurst und andere tierische Lebensmittel, wie Eier, Milch und Käse esst.

Denn dann müssen weniger Tiere gehalten werden. Es entstehen weniger Gülle und Methan und es müssen weniger Futterpflanzen angebaut werden. Das ist alles gut für unser Klima.

 

Ein Beispiel: Ein erwachsener Mann, der ein Jahr lang auf Fleisch verzichtet, kann damit 450 kg CO2 einsparen.

Um dieselbe Menge an CO2 zu binden, der Erdatmosphäre also wieder zu entziehen, müsstet ihr 45 Bäume* pflanzen.

In Bäume umrechnen

Jeder Baum entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums klimaschädliches CO2, das er im Holz bindet. Deshalb ist es wichtig, unsere Wälder, z.B. den Schwarzwald, gesund zu erhalten.

Fabio Fuchs rechnet für jeden seiner Klimatipps aus, wie viele kg CO2 ihr damit einsparen könnt. Damit ihr es euch besser vorstellen könnt, rechnet er auch aus, wie viele Bäume ihr sonst pflanzen müsstet, um der Erdatmosphäre dieselbe Menge an CO2 zu entziehen.

 

 

*Faustregel zur Berechnung: Eine 3 Meter hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von 5 cm hat ca. 0,01 m3 Holz (soviel, wie kleingeschreddert in einen 10-Liter-Eimer passen würde), das ca. 10 kg CO2 bindet.

Warum hochwertiges Fleisch aus
artgerechter, regionaler Tierhaltung besser ist

Ganz verzichten müsst ihr auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel nicht. Achtet aber darauf, hochwertige Produkte aus artgerechter Tierhaltung aus der Region zu kaufen. Das ist zwar teurer aber viel besser für unser Klima. Denn wenn beispielsweise Rinder artgerecht auf der Weide statt im Stall gehalten werden, fressen sie mehr Gras und weniger Soja. Treibhausgase, die durch den Soja-Anbau und den Transport der Futter- und Lebensmittel verursacht werden, werden eingespart.