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Holzschild
Erkunde die
Geheimnisse
der Rehe!

Bin ich Reh oder Hirsch?

Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Wir Rehe sind etwa so groß wie Ziegen, also eher klein. Wir sind schlank, haben einen langen Hals und einen kleinen Kopf. Von der Seite sieht unser Kopf aus wie ein Dreieck. Am Hinterteil haben wir einen weißen Fleck.

Hirsche sind dagegen ziemlich groß. Das merkt man auch am Gewicht: Ein Hirsch wiegt soviel wie 6 bis 8 von uns Rehen zusammen!

Die Wissenschaftler zählen uns Rehe mit zur Familie der Hirsche. Echte Hirsche sind wir aber keine. Lass dich nicht verwirren von uns Trughirschen!

Darf ich uns also vorstellen?

Ich bin die Mutter meiner Rehkitze und werde Rehgeiß oder Ricke genannt. Der Vater meiner Kitze heißt Rehbock.

Bei den großen Rothirschen ist es anders! Die Mutter vom Hirschkalb heißt Hirschkuh. Sein Vater wird einfach nur Hirsch genannt.

Reh-Abenteuer im Winterwald
Nun aber zurück zu mir, dem Waldreh: Die meiste Zeit des Jahres lebe ich als Einzelgängerin in meiner gewohnten Umgebung. Das sind am liebsten Mischwälder mit vielen Sträuchern.

Vor allem ab Mai, wenn ich ein Kitz führe, lasse ich niemanden in unsere Nähe. Über den Winter schließe ich mich aber gern mit anderen Rehen aus meiner Großfamilie zusammen.

Die Feldrehe leben anders als wir Waldrehe. Du kannst sie fast das ganze ganze Jahr über in Gruppen in der offenen Landschaft sehen. Ohne Versteckmöglichkeiten fühlen sie sich in der Menge sicherer.

Sommerfutter und Winternahrung

Wir Rehe sind Wiederkäuer. Den Begriff kennst du sicher von den Rindern. Wir Rehe haben 4 kleinere Mägen. Darum fressen wir nur leicht verdauliche Nahrung. Im Frühjahr sind das Gräser, Knospen und Triebe, im Sommer Blätter von Bäumen und Kräuter.

Damit wir auf 2 bis 3 Kilogramm Nahrung am Tag kommen, fressen (also äsen) wir alle 4 bis 5 Stunden.

Aber jetzt, in der kalten Jahreszeit, gibt es kaum frische Kräuter und natürlich keine Blätter an den Bäumen. Darum ernähren wir uns im Winter von Knospen, Farnen, Schachtelhalmen und Brombeertrieben. Auch die Triebe junger Tannenbäume finden wir köstlich.

Oft werden Jungbäume geschützt, damit wir mit unserem Hunger nicht zu viele Bäumchen am Wachsen hindern. Die bunten Kunststoff-Manschetten (Hülsen) oder die weiß angesprühten Baumspitzen hast du im Wald vielleicht schon einmal gesehen.

In ganz strengen Wintern werden wir zur Not gefüttert. Dann gibt es für uns Heu und eventuell auch Kraftfutter.

 

Finde mich…

Als Waldreh bin ich ein sehr scheues Tier. Um mich beobachten zu können, brauchst du viel Geduld. Mit meinen guten Ohren höre ich dich lange bevor du mich siehst.

Auf meinen langen, zierlichen Beinen verschwinde ich mit meinem keilförmigen Körper schnell im Dickicht, wenn du näher kommst.

Viel leichter als mich kannst du meine Spuren entdecken…

Zum Beispiel die Abdrücke meiner Paarhufe im Schnee oder im weichen Boden.

Sie sehen oft aus wie ein Herz und sind zwischen 3 und 6 Zentimeter lang.

Hier siehst du mein Trittsiegel:

Gar nicht selten kannst du im Winter auch unsere 10 bis 15 mm langen Hinterlassenschaften entdecken, die Losung. Wenn du wie ein Detektiv hinschaust, erkennst du an den braunschwarzen Kotbeeren sogar, ob das nun eine Ricke (leicht eiförmig) oder ein Rehbock (eine Seite spitz, die andere Seite eingedellt) hinterlassen hat.

Auch unser Hunger hinterlässt Spuren, die du entdecken kannst: Wir knabbern gern an kleinen Büschen oder jungen Bäumen. Beschädigte Rinde oder fehlende Triebspitzen zeigen dir, dass wir hier waren.                                          Die Förster nennen es Verbiss.

Unsere Schlafplätze kannst du ebenfalls gut entdecken. Wir scharren uns mit den Hufen ein kleines, ovales Lager. Da verbringen wir jedoch nur wenige Stunden. Denn im Schlaf nehmen wir keine Geräusche und keinen Geruch wahr, sind also ungeschützt.

Wildwechsel heißen die Wege, die wir immer wieder benutzen. Es sind ganz schmale Pfade in Wald und Feld. Dass sie nicht von Menschen angelegt wurden, erkennst du daran, dass sie auch in niedriger Höhe durch Dickicht führen.

Unser Fellwechsel findet im April-Mai und im September-Oktober statt: vom sommerlichen Rotbraun zum winterlichen Graubraun. In dieser Zeit könntest du auch die Haare von unserem Fell finden.