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Pflanzen, die auf Bäumen wachsen

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Bäume auch Lebensraum für andere Pflanzen sind. Im Regenwald wachsen zum Beispiel die schönen, bunten Orchideen hoch oben auf Ästen und Zweigen. Aber auch auf den Ästen vom Apfelbaum oder Kirschbaum fühlen sich einige Pflanzen wohl. Feine Moos-Arten und bunte Flechten (die sich eigentlich aus Algen und Pilzen bilden) aber auch Pflanzen mit großen Blättern.

Efeu – Lianen auf der Streuobstwiese

Efeu ist eine Kletterpflanze und grünt das ganze Jahr. Sie ernährt sich über ihre Bodenwurzeln. Zum Klettern braucht sie zusätzliche Haftwurzeln. Mit denen findet sie Halt an Baumstämmen oder Mauern. Sie kann 20 bis 30 Meter hoch klettern!

Auf der Streuobstwiese findet man sie auch. Solange die Efeu-Blätter den Obstbaum-Blättern kein Licht wegnehmen, stellen sie für den Baum keine Gefahr dar.

Das Besondere am Efeu:

Es blüht erst im Herbst und die Früchte reifen im Winter! So bietet das Efeu sogar im Herbst noch Nektar und Pollen für Insekten und im späten Winter oder zeitigen Frühjahr die blau-schwarzen Beeren für Amseln und Rotkehlchen.

Mistel – Zaubertrank und Klebekraft

Kennst du die Geschichten von Asterix? Dann erinnerst du dich bestimmt an die weißen Beeren, die der Druide Miraculix in seinen Zaubertrank mixt. Es sind ist die Früchte der kugelförmigen Mistelpflanze. Sie kann bis zu 70 Jahre alt werden.

Auf den Obstbäumen der Streuobstwiese wird sie aber meistens schnell entfernt. Warum? Als Halbschmarotzer zapfen die Misteln die Wasserversorgung des Baumes an. Wachsen mehrere Mistelpflanzen auf dem gleichen Baum, wird er immer schwächer.

Einige Vögel, zum Beispiel die Misteldrossel oder der Seidenschwanz, fressen die sehr klebrigen, weißen Beeren.

Wenn sie ihren klebrigen Schnabel an den Ästen und Zweigen abstreifen, bleiben dabei die Samen haften und schon kann eine neue Mistelpflanze entstehen.

Wenn du eine Beere findest, kannst du mal die hohe Klebkraft des schleimigen Fruchtfleisches testen. Aber bitte nicht essen, denn die Beeren sind für Menschen ungenießbar, weil sie so klebrig sind. Die Blätter sogar giftig. Trotzdem ist die Mistel seit mehreren tausend Jahren eine wichtige Heilpflanze.