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Vorsicht!

Du bist dabei, den Kinderbereich der Naturpark-Detektive zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Setze die
Insektenbrille
auf die Nase!

Bestäuber, Müllabfuhr, Gesundheitspolizei – jede Menge Arbeit leisten die kleinen Sechsbeiner. Wie gut, dass es sie gibt! Wer würde sonst all die Blüten bestäuben und abgestorbene Tier- und Pflanzenreste verwerten?

In Deutschland gibt es weit über 30.000 verschiedene Insektenarten. Fast die Hälfte davon sind Blütenbesucher. Auf artenreichen Wiesen kannst du einige von ihnen beobachten.

Um sicher zu sein, dass du ein Insekt vor dir hast, zähle die Beine: es sind bei den meisten immer 6.

Dann schau ihm in die Augen. Viele winzige Einzelaugen bilden zusammen die Facettenaugen.

Und ganz wichtig: ihr Körper ist in 3 Teile eingekerbt: Kopf – Brust – Hinterleib, darum nennt man sie auch Kerbtiere.

Bei manchen ist das auf den ersten Blick schwierig zu erkennen.

Es gibt zum Beispiel die Familien der Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken, Wanzen, Fliegen, Schwebfliegen, Mücken, Zikaden, Libellen, Wespen, Ameisen, Honigbienen und Wildbienen.

 

Allein von den Wildbienen gibt es in Deutschland 560 verschiedene Arten.

Viele davon sind leider stark gefährdet und brauchen unseren Schutz.

Von den vielen Arten stellen sich hier 4 häufigere Wildbienenarten vor.

Sie können mit verschiedenen Lebensräumen zurechtkommen und sind auch nicht von einer ganz bestimmten Pflanzenart abhängig. Darum kannst du sie auch in deiner Region gut beobachten.

Ich heiße Rostrote Mauerbiene.

Die Wissenschaftler nennen mich Osmia bicornis. Bicornis bedeutet 2 Hörner – die trage ich als Weibchen auf der Stirn zwischen meinen Fühlern, sie dienen mir manchmal zur Pollenernte. Rostfarben ist der Pelz auf meinem Hinterleib.

Wenn ich ab April Pollen sammle, streife ich sie an meiner orangefarbenen Bauchbürste, also an den Haaren dort ab. Ich bin bei Pollen und Nektar nicht so wählerisch, wie meine Verwandten. Mein Sammelgut vermische ich zu einem Kuchenteig. Den trage ich in rundliche Nistgänge ein. Am liebsten sind mir Trockenmauern oder lehmige Wände mit Löchern von 5 bis 7 mm Durchmesser.

Dann wird die Röhre gefüllt: ganz hinten lege ich erst den Kuchen ab, darauf ein Tochter-Ei. Die Kammer schließe ich mit einer dünnen Lehmwand zu. So geht es weiter bis zurück zum Eingang des Nistganges. In die letzte Kammer lege ich auf den Pollen-Nektar-Kuchen ein Sohn-Ei. Im nächsten Frühjahr schlüpft er als erster und ist dann schon vor den Weibchen fit, die etwas später schlüpfen.

Ich bin die Garten-Wollbiene.

Oft passiert es mir, dass ich wegen meiner auffälligen gelb-schwarzen Warnfärbung mit Wespen verwechselt werde. Dabei bin ich sogar etwas pummelig. Wollig-kuschelig sehe ich aber nicht aus. Die Wolle in meinem Namen leitet sich anders ab: ich schabe Pflanzenhaare ab. Mit dieser Pflanzenwolle lege ich in unterschiedlichen Hohlräumen meine Brutzellen an.

Erst ab Mitte Juni siehst du mich beim Pollen sammeln. Den streife ich für den Transport an meiner gelben Bauchbürste ab. Auf den Nahrungsbrei lege ich dann jeweils ein Ei. Den Hohlraum mit den Brutkammern schütze ich zum Schluss mit einem Schutzwall aus winzigen Steinchen oder Holzstückchen.

Mein Name ist Dunkle Erdhummel.

Unter den Wildbienen bin ich ein recht großer Brummer. Mein Pelz ist schwarz, aber ganz auffällig sind meine 2 dunkelgelben Querbinden, zusätzlich zum weißen Hinterleibsende.

Da ich nur einen sehr kurzen Saugrüssel habe, hole ich mir Nektar am liebsten aus flachen Blüten. Um an Pollen zu kommen, habe ich einen besonderen Trick: Ich beiße mich an der Blüte fest und zittere stark mit meinen Muskeln. Durch die Vibration schüttle ich den Pollen aus der Blüte.

Gärtner sehen mich besonders gern, denn ich bestäube viele Obst- und Gemüsepflanzen. Meine Nester lege ich gern in alten Mauselöchern an. Bis zu 600 Tiere können in meinem Volk leben. Ich bin ab März zu sehen. Im Oktober beginnt der Kälteschlaf.

Ich bin die Steinhummel.

Mit meinem samtschwarzen Pelz und dem leuchtend rot behaarten Popo bin ich leicht zu erkennen.  Ab März gehe ich auf Nahrungssuche. Dabei bin ich nicht wählerisch, aber Nektar und Pollen von Klee-Arten und von der Taubnessel mag ich besonders gern.

Das Nest für meine Nachkommen baue ich in Hohlräume aller Art, egal ob oberirdisch in verlassenen Vogelnestern oder unterirdisch in leeren Mäusenestern. Die Brutzellen, die ich und auch andere Hummelarten anlege, sehen aus wie kleine Tönnchen. Auf den Pollenbrei darin lege ich meist 8 bis 16 Eier. In den ersten Tagen wärme ich sie wie ein brütender Vogel auf seinem Nest. Später bekommen meine Larven Einzelzimmer.

Sind frische Hummelkinder geschlüpft, nutze ich ihre leeren Tönnchen oft auch als Pollenlager. Außerdem lege ich Honigtöpfchen an. Der Nektar darin dient als Notfallnahrung bei schlechtem Wetter. Bis zu 300 Tiere leben in meinem Volk. Erst Anfang Oktober suchen sich meine Nachfolgerinnen, die neuen Königinnen ihre Winterquartiere.