Natur & Genuss Naturpark-Märkte Erzeuger

Großartiger Markt der Naturparke in Maulbronn

Markt der Naturparke im Kloster Maulbronn
Vor der Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn war es eine Freude, über die vielen Marktstände zu bummeln.

Alles hat gepasst auf dem Markt der Naturparke: Das herrliche Herbstwetter, die großartige Kulisse der UNESCO-Weltkulturerbestätte Kloster Maulbronn, die Gäste und vor allem das tolle Angebot der Erzeuger aus den sieben baden-württembergischen Naturparken. Über 100 Marktstände verwöhnten am Sonntag die Besucher mit leckeren regionalen Spezialitäten, Kunsthandwerk und mehr. Und die Naturparke präsentierten viele attraktive Ausflugs- und Wandertipps, interessante Informationen zu Flora, Fauna und Naturschutz in ihren Gebieten und ebenso zu Umweltbildung und Regionalvermarktung.

Man kann diesen Markt mit Fug und Recht die „Mutter der Naturpark-Märkte“ nennen. Denn was sonst auf den jährlich 55 Naturpark-Märkten in den sieben baden-württembergischen Naturparken geboten wird, ließ sich in diesem perfekten Ambiente geballt erleben. Über 15.000 Besucher strömten in den pittoresken historischen Klosterhof und ließen es sich gut gehen. Trotz der vielen Gäste war die Atmosphäre völlig entspannt. Die Organisatoren vom Gastgeber Naturpark Stromberg-Heuchelberg hatten dafür gesorgt, dass viel Platz zwischen den Ständen war, sodass es nirgends zu Gedränge kam.

Die ganze Vielfalt heimischer Produkte für alle Sinne

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann präsentierten die regionalen Landwirte und Erzeuger an ihren liebevoll dekorierten Marktständen ihre heimischen Gaumengenüsse. Es gab alles, von A wie Apfelsecco über Bauernhofeis, frisches Obst und Gemüse, Holzofenbrot, Honig, Spirituosen, Weine, Wildprodukte und vieles mehr bis Z wie Ziegenkäse. Gäste konnten nicht nur probieren und einkaufen, sondern erfuhren im Gespräch mit den Marktleuten auch alles, was sie wissen wollten, über die Herkunft und Herstellung der Produkte.

In der Mitte des Marktes stand die Marktbühne, umgeben von Tischen und Bänken, wo sich die Besucher die frisch zubereiteten schwäbischen und badischen Spezialitäten der umliegenden Imbissstände schmecken ließen. Prominentester Besucher war Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL. Beim Marktgespräch auf der Bühne tauschten sich Vertreter der Naturparke mit ihm über ihre Arbeit und ihr Wirken in den Parken aus.

Ein Highlight auf der Marktbühne war der Auftritt des Kabarettisten Martin Wangler alias „Fidelius Waldvogel“. Das Schwarzwälder Urgestein mit seinem unverkennbaren Dialekt sorgte für viel Gelächter mit Ausschnitten aus seinem Programm „Wilderer Abend“.

Parlamentarisches Mittagessen auf dem Markt der Naturparke

Davor waren der Minister und zahlreiche Landtags-, Bundestags- und EU-Abgeordnete zu Gast beim „Parlamentarischen Mittagessen“ in der Stadthalle, dem ehemaligen Kornspeicher des Klosters. „Die Naturparke sind wichtige Impulsgeber in Sachen nachhaltige Regionalentwicklung“, sagte Hauk. „Das zeigt auch der heutige Markt, bei dem Verbraucher und Erzeuger zusammenkommen und traditionelle Handwerkskünste gezeigt werden.“ Beim Naturpark-Talk mit dem Minister, der Lörracher Landrätin Marion Damann, Sprecherin der AG Naturparke und Vorsitzende des Naturparks Südschwarzwald und dem Gastgeber Andreas Felchle, Bürgermeister von Maulbronn und Vorsitzender des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, wurden die aktuelle Naturparkarbeit vorgestellt und Zukunftsperspektiven diskutiert.

Viel Zulauf bei den „Blühenden Naturparken“

Das Gemeinschaftsprojekt „Blühende Naturparke“ war mit einem eigenen Stand auf dem Markt vertreten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Projektteam beantworteten viele Fragen zur Einsaat von Wildblumenwiesen mit gebietsheimischen Samen in allen sieben Naturparken des Landes. Mit diesem Projekt soll das drastische Insektensterben eingedämmt werden, indem mehr Lebensraum und Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Wildbienen & Co. geschaffen werden soll. Bei den Kindern kam die Malaktion bestens an: Mit bunten Farben konnten sie Bienen oder Schmetterlinge aus Holz bemalen, um sie später im Garten aufzustellen.

(Fotos: Stefan Dangel/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord)