Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Klimatipp des Monats - torffreie Pflanzenerde Dass man mit der Wahl von Pflanzenerde auch eine klimarelevante Entscheidung trifft, ist den wenigsten bewusst. Der Grund dafür ist Torf in den meisten handelsüblichen Pflanzenerden. Dieser stammt meist aus Mooren, die für das Klima von großer Bedeutung sind, da sie große Mengen an CO2 speichern. Beim Kauf von Pflanzenerde...

Klimaschutz mit Pflanzenerde

Dass man mit der Wahl von Pflanzenerde auch eine klimarelevante Entscheidung trifft, ist den wenigsten bewusst. Der Grund dafür ist Torf in den meisten handelsüblichen Pflanzenerden. Dieser stammt meist aus Mooren, die für das Klima von großer Bedeutung sind, da sie große Mengen an CO2 speichern. Beim Kauf von Pflanzenerde solltet ihr deshalb unbedingt auf torffreie Produkte achten. In diesem #NaturparkKlimatipp erfahrt ihr, was ihr dazu wissen müsst.

Die Tage werden länger, die warmen Sonnenstrahlen lassen die ersten Blumen sprießen und das Zwitschern der Vögel zeigt eindeutig: Der Frühling steht vor der Tür. Für die Hobbygärtnerinnen und -gärtner unter euch ein klares Zeichen: Die Gartensaison beginnt. Blumentöpfe auf Terrasse und Fensterbank wollen frisch bepflanzt werden und es ist höchste Zeit, mit dem Vorziehen von Tomaten, Paprika und Co. zu beginnen. Oft greifen wir dabei auf scheinbar bewährte Pflanzende zurück. Diese besteht meistens zu einem überwiegenden Teil aus Torf – einem Substrat, dass aus trockengelegten Mooren gewonnen wird. Das hat gravierende Auswirkungen auf unser Klima.

Moore als Kohlenstoffspeicher

Moore sind nicht nur ein äußerst sensibles Ökosystem, sondern auch ein riesiger CO2-Speicher. Obwohl Moore nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, sind darin rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs gespeichert. Das ist in etwa doppelt so viel wie in allen Wäldern der Erde zusammen. Bei der Torfgewinnung werden Moore trockengelegt und der Großteil des darin gespeicherten CO2 entweicht in die Atmosphäre.

Durch die richtige Pflanzenerde CO2 sparen

Das spiegelt sich deutlich in der CO2-Bilanz unterschiedlicher Pflanzenerden wieder. Im Vergleich zu torffreien Rezepturen verursachen gewöhnliche Pflanzenerden mehr als dreimal so viel CO2-Emissionen. Durch die Wahl torffreier Pflanzenerde verbessert ihr deshalb in dieser Gartensaison ganz einfach eure persönliche Klimabilanz. Für Pflanzenkästen, Hochbeete und das Anziehen von Gemüse eignet sich beispielsweise die torffreie Bio-Regio Erde unseres Partners corthum Nordschwarzwald GmbH. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hat corthum im vergangenen Jahr zudem eine Erde speziell für insektenfreundliche Blumenwiesen entwickelt. Diese ist nicht nur torffrei, sondern besteht wie die Bio-Regio-Erde aus regionalen Zutaten und kann entweder direkt bei corthum in Marxzell und Herbolzheim sowie sackweise im Naturpark-Info-Shop in Bühlertal (sobald wir wieder öffnen dürfen) erworben werden. Lest dazu auch unseren Blogbeitrag vom Oktober 2020.

CO2-Einsparpotenzial pro 100 Liter: 20,8 kg*

Kompost – hochwertige Pflanzenerde aus eigener Produktion

Wenn ihr einen eigenen Garten habt, könnt ihr durch die Anlage eines Komposthaufens noch einen Schritt weiter gehen und hochwertige Pflanzenerde aus Küchen- und Gartenabfällen klimaneutral selbst herstellen. Hilfreiche Tipps zur Anlage eines eigenen Komposts findet ihr hier auf den Seiten des Umweltbundesamts.

Klimatipp des Monats - torffreie Pflanzenerde
Küchen- und Gartenabfälle werden beim Kompostieren zu wertvoller Pflanzenerde.

*Berechnungsgrundlage: Ökobilanz unterschiedlicher Substrate in Pflanzenerde (QUANTIS 2012), Torfgehalt gewöhnliche Pflanzenerde 90 %

(Fotos: Joachim Gerstner/compusign, Naturpark, pixabay, Sabine Köllner, corthum)

5.3.2021

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