Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Der Oktober ist für viele die ideale Wandersaison. Es gibt viele schöne Tage, die Wälder sind bunt gefärbt und man kommt bei moderaten Temperaturen so leicht ins Schwitzen. Unser Partner Alpirsbacher Klosterbräu hat wieder einen tollen Wandertipp für euch: Die 7,4 Kilometer lange Naturpark-Augenblick-Runde in Wildberg führt abwechslungsreich durch idyllische alte Gemäuer, naturbelassene Parks und Wälder bis zu grandiosen Aussichten.

Zu Beginn zur Schlossanlage von Wildberg

Los geht unsere Wanderung am Bahnhof in Wildberg und wir folgen dem Naturpark-AugenBlick-Symbol sowie den Rautenzeichen des Schwarzwaldvereins in Richtung Marktstraße. Zunächst wandern wir auf einer Asphaltstraße und dann über einige Treppenstufen bergauf. Wir kreuzen die Fahrstraße und sind nun schon ganz nah am ersten Highlight unserer Wanderung. Bei einem Abstecher nach links, vorbei am Rathaus mit seinem verträumt plätschernden Brunnen gelangen wir zur Schlossanlage. Vermutlich im frühen 13. Jahrhundert erbaut, thront sie auf einem in das Nagoldtal vorspringenden Bergsporn. 1945 wurde das Schloss bei einem Bombenangriff zerstört. Heute sind noch das Tor und der Burgfried sowie die rechtwinkligen Mauern erhalten. Bei unserem Erkundungsgang streifen wir einen Park, der von dem Gemäuer umfasst wird.

Vom Schloss zum Kloster

Wir kehren auf unsere Wanderstrecke zurück und gehen über Treppen bergab. Der schmale Weg führt uns direkt an mächtigem Felsmassiv vorbei und wenn wir den Blick schweifen lassen, können wir wunderschön in das Nagoldtal blicken. Unten angekommen, queren wir die Straße und über die Klosterbrücke die Nagold. 200 Meter weiter erreichen wir das Kloster Reuthin. 1252 bis 1284 wurde das Kloster als Dominikanerinnenkloster erbaut und beherbergt heute das städtisches Heimatmuseum, das die Geschichte der Stadt Wildberg aufzeigt (an Sonn- und Feiertagen von März bis Oktober von 11 bis 17 Uhr und von November bis Februar von 13 bis 16 Uhr geöffnet). Im Inneren der Klosteranlage liegt ein idyllischer natürlicher Park, der einen Rundgang lohnt.

Nicht nur topologischer Höhepunkt: der Naturpark-AugenBlick

Dann folgen wir weiter unserer Wanderroute, die nach wenigen Metern steil den Berg hinaufführt, direkt zu einer ersten Grillstelle. Bald darauf erreichen wir den Wegweiserstandort Schinderwasen und wenden uns hier nach links. Der breite Weg verläuft nun sanft bergauf und wir können immer wieder zwischen den Bäumen hindurch Blicke auf die herrliche Landschaft werfen. Eventuell können wir auch Segelflugzeuge beobachten, denn unweit unserer Strecke befindet sich ein Segelfluggelände. Nachdem wir dieses passiert haben, sind wir auch schon bald am Sulzer Eck, einem gemütlichen Rastplatz mit Holzhütte und Grillmöglichkeit. Rund 500 Meter weiter können wir unsere Rast am AugenBlick Wildberg mit seiner typischen Panoramatafel mit Bank und Tisch genießen.

Zwischen Bäumen auf einer Wiese gelegen ist es ein großartiger Ort, der durch eine herrliche Weitsicht besticht. Wir können uns kaum von diesem Platze lösen, zu sehr ist unser Auge den landschaftlichen Reizen ausgeliefert. Wir müssen aber auch nicht sofort weiterziehen, sondern können die Grillmöglichkeit nutzen, um uns zu stärken.  

Werd ich zum AugenBlicke sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!

(frei nach Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Schließlich gehen wir bergab in Richtung Wildberg. Immer wieder gibt es entlang des Weges gemütliche Sitzgelegenheiten, von wo aus wir über saftige Wiesen und einer bunten Blumenpracht hinweg auf die überwältigende Landschaft blicken können.

Nach etwa der Hälfte des Abstiegs erreichen wir einen Aussichtspunkt mit einer Schautafel und Sitzgruppe, von wo aus wir erneut unseren Blick über das romantische Wildberg schweifen lassen können. Nun gehen wir noch etwa 500 m bergab, um wieder nach Wildberg zu gelangen. Wir queren die Nagold über eine alte Bogenbrücke und halten uns danach rechts. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof passieren wir einen Arrestturm, der bis nach dem zweiten Weltkrieg als Ortsarrest fungierte. Schließlich kehren wir an unseren Ausgangspunkt zurück.

.(Fotos: Alex Kijak, Joachim Gerstner.

28.10.2021