Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Jetzt ist die Zeit - im Wald an feuchten Stellen schießt der Bärlauch mit seinen weichen Blättern und dem intensiven Knoblaucharoma aus dem Boden. Höchste Zeit, ein leckeres Bärlauchpesto zu machen und damit zu kochen! Herzlichen Dank an Sylvia Vollert, die uns das Rezept und die Fotos zur Verfügung gestellt hat! Besucht sie auf ihrem Blog "Heimat-Erlebnis" und auf Facebook.

Das sonnige, wenn auch etwas kühle Wetter hält an. Geht in den Wald, allein, zu zweit oder mit der Familie und mit genügend Abstand zu anderen "Waldläufern", und sucht nach Bärlauch. Bevor wir euch das Rezept präsentieren, noch ein paar Worte zum Bärlauch:

Ihr findet ihn meist in Laub- oder Auwäldern auf feuchtem, kalkhaltigem Boden. Der Bärlauch kann nach einigen Jahren ganze Lichtungen und Senken im Wald bedecken. Am leichtesten findet ihr ihn im April und Mai, wenn er in voller Blüte steht. Es ist übrigens eine Mär, dass blühender Bärlauch nicht mehr zu genießen sei. Die Blüten könnt ihr erst recht zum Kochen verwenden - sie sind noch einmal deutlich aromatischer als die Blätter.

Achtung - nicht mit giftigen Doppelgängern verwechseln!

Die Blüten sind neben dem knoblauchartigen Geruch der Blätter auch ein wichtiger Anhaltspunkt, um einer Verwechslung mit giftigen Doppelgängern vorzubeugen. Verwechslungsgefahr besteht rein optisch bei Maiglöckchen, Aronstab und (mit viel Fantasie...) Herbstzeitlose. Diese Pflanzen sind beim Verzehr giftig und können sogar tödlich sein. Aber nur der Bärlauch hat diesen knoblauchartigen Geruch. Testet dies also immer, indem ihr ein Blatt zwischen den Fingern reibt und daran riecht. Vorsicht aber auch, wenn ihr dies schon einige Male getan habt und eure Finger danach riechen. Dann könntet ihr auch bei einem Maiglöckenblatt denken, es rieche nach Bärlauch. Also zwischendurch möglichst Hände reinigen.

Am sichersten ist es natürlich, den Bärlauch zur Saison im Lebensmittelhandel zu kaufen. Das Rezept funktioniert selbstverständlich auch damit. 😉

Und hier das Rezept: Spaghetti mit Bärlauchpesto

Zutaten

  • 1 Packung Spaghetti 
  • 1 gewaschener Bund Bärlauch
  • 30 g Pinienkerne
  • 3 EL geriebener Parmesan
  • 60 - 80 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Spaghetti nach Packungsanleitung kochen. Den Bärlauch grob hacken, die Pinienkerne rösten und zusammen mit dem Parmesan im Mixer zerkleinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am Schluss das Olivenöl hinzufügen und zu einer Pesto pürieren. Die noch heißen Nudeln mit der Pesto verrühren.

Guten Appetit!

Tipp: Im Einmachglas hält sich das Pesto im Kühlschrank zehn bis 14 Tage lang.

(Fotos: Sylvia Vollert, Xaver Weber, Fotolia, pixabay)

26.3.2020