Natur & Aktiv Magazin

Ultralauf: Der Weg ist das Ziel

Ultraläufer Rüdiger Ernst von der Baden-Badener Winzergenossenschaft
Von Karlsruhe nach Pforzheim und zurück in einer Nacht! Ultraläufer Rüdiger Ernst erklärt die 80 Kilometer lange Route.

Am Ende waren die Beine schwer, aber der Kopf frei. Am Ende: Das bedeutet nach 80 Kilometern, rund 1.200 Höhenmetern und insgesamt 10 Stunden, 58 Minuten und 41 Sekunden Dauerlauf – oder besser: Ultralauf. Denn so heißt das besondere Hobby, das Rüdiger Ernst an seine körperlichen Grenzen bringt, aber auch immer wieder zu neuer Energie verhilft.

Als Vertriebsleiter der Baden-Badener Winzergenossenschaft arbeitet Rüdiger Ernst eng mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zusammen – vertreibt im mittleren und nördlichen Schwarzwald zum Beispiel den Naturpark-Wein und den Naturpark-Sekt. So kam ihm auch die Idee, bei seinen Läufen für den Naturpark zu werben.

„Laufend unterwegs im Naturpark“

Beim Fidelitas-Nachtlauf am vergangenen Wochenende in Karlsruhe prangte das prägnante Naturpark-Logo – das Naturpark-Auge – erstmals auf dem Trikot des 52- Jährigen. „Ich wurde gleich darauf angesprochen – und es passt ja auch gut, weil ich viel bei uns zu Hause im Schwarzwald trainiere“, so Ernst. Los ging es am Samstag um 17 Uhr auf dem PSK-Sportgelände im Karlsruher Stadtteil Rüppurr. Insgesamt 118 Ultraläufer machten sich auf den Weg. Bis Pforzheim und zurück, lautete ihr Ziel. „80 Kilometer sind schon eine Herausforderung. Dabei ist natürlich der Weg das Ziel“, erklärte Rüdiger Ernst vor dem Start. Im Vorfeld hat der Murgtäler viel trainiert, ist insgesamt 900 Kilometer gelaufen. Meistens frühmorgens zwischen 5.30 und 7.30 Uhr, wenn die Temperaturen noch kühl sind. Seine Wunschtemperatur: „14 bis 18 Grad sind ideal zum Laufen!“

Die Wunschtemperatur für den Ultralauf kommt erst am Abend

Doch die lässt vor dem Start noch auf sich warten: Ganze 27 Grad zeigt die Wetter-App eine Dreiviertelstunde vorher an. „Das wird schon noch, aber die ersten beiden Stunden werden hart“, weiß der passionierte Ultra-Läufer aus Erfahrung. Und so kommt es dann auch, das Atmen in der drückenden Luft fällt schwer. Doch nach dem Durchbeißen werden die Läuferinnen und Läufer nicht nur mit einem kühlen Lüftchen, sondern auch mit tollen Ausblicken und Eindrücken aus dem Norden des Naturparks belohnt. „Es ist toll, die ganze Zeit draußen in der wunderschönen Natur zu sein und dabei vom Alltag abzuschalten.“

Erst bei Kilometer 60 kommt bei Rüdiger Ernst und einem befreundeten Läufer der Tiefpunkt. „Da wurden unsere Beine richtig schwer, zum Glück ging es dann mehrere Kilometer nur bergab. Danach hatten wir das Ziel vor Augen.“ Und das lag – mitten in der Nacht – wieder auf dem Sportgelände in Karlsruhe. Die Freude über das Ankommen war riesig, das Fazit überaus positiv: „Es war genial. Die Temperaturen, die Versorgung, die Strecke, es hat alles auf den Punkt gepasst!“ „Eine tolle Leistung und eine tolle Werbung für den Naturpark als Eldorado für Aktivsportler, Wanderer und Radfahrer“, gratulierte auch Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker.

Rüdiger Ernst freut sich schon auf den nächsten Lauf – bis dahin wird weiter trainiert – natürlich im Naturpark.

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