Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Wildschweinfleisch schmeckt nicht nur richtig gut, sondern ist auch ein regionales und durch und durch natürliches Lebensmittel. Um all seine kulinarischen Facetten zu zeigen und Schwarzwild-Spezialitäten noch stärker an den Mann oder die Frau zu bringen, wurde vor einem Jahr das Projekt "Wilde Sau" ins Leben gerufen. Zeit für...

Wilde Sau: Projekt zeigt seine Stärken

Wildschweinfleisch schmeckt nicht nur richtig gut, sondern ist auch ein regionales und durch und durch natürliches Lebensmittel. Um all seine kulinarischen Facetten zu zeigen und Schwarzwild-Spezialitäten noch stärker an den Mann oder die Frau zu bringen, wurde vor einem Jahr das Projekt „Wilde Sau“ ins Leben gerufen. Zeit für eine Zwischenbilanz – bei einem Pirschgang für Nicht-Jägerinnen und -Jäger!

Im Stadtwald von Baden-Baden führten die beiden Schwarzwald-Guides Simone Braun und Kai Lierheimer zahlreiche Gäste durch den Lebensraum der scheuen und urigen Borstentiere, darunter auch Friedlinde Gurr-Hirsch MdL. Die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz informierte sich an insgesamt vier Genuss-Stationen über den Stand des Projekts, das das Land mit rund 250.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, fördert. Dabei gab es natürlich auch zahlreiche Schwarzwild-Spezialitäten zum Probieren – vom Wildschweinfleischküchle über geräucherte Wildschwein-Wurst bis hin zum Wildschweinrücken mit Pilzen aus dem Smoker.

Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker, Wilde-Sau-Projektleiter Uwe Baumann und Naturpark-Projektmanagerin Bianca Brosch stellten die bisherigen Aktivitäten vor. So ist im ersten Jahr aus mehreren Ideenwerkstätten heraus ein schlagkräftiges Partner-Netzwerk bestehend aus Jägern, Metzgern und Gastronomen entstanden. Auch eine Internetseite (www.wilde-sau.net) wurde eingerichtet. Es gab Wilde-Sau-Kochkurse, Wilde-Sau-Grillevents sowie Pirschgänge für Nichtjägerinnen und -jäger. Auch Weiterbildungsveranstaltungen für Jäger waren im Portfolio zu finden. Auf Veranstaltungen in der Naturpark-Marktscheune in Berghaupten, in der Geroldsauer Mühle in Baden-Baden, auf der Genuss-Messe in Zell am Harmersbach und auf einzelnen Naturpark-Märkten sind die Besucher geradezu Sturm gelaufen auf Wildschweingerichte und -produkte. Die Angebote waren rasch ausverkauft. Das gleiche galt für die Wilde-Sau-Aktionswochen der Naturpark-Wirte im vergangenen Herbst. „Die Erfolge zeigen, dass wir mit der Kampagne goldrichtig liegen“, freute sich Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte sich beeindruckt von der Umsetzung des Projekts und vom Erfolg der Wilden Sau: „Die Förderung des Landes ist in diesem Pilotprojekt gut angelegt. Wildschweinfleisch aus heimischer Jagd ist ein natürliches, nahrhaftes, nachhaltiges und genussreiches Lebensmittel. Wenn es gelingt, die Jägerschaft, die Metzgereien, die Gastronomen und die Verbraucher näher zusammenzubringen, ist das eine Bereicherung und ein existenzieller Gewinn für alle Beteiligten in der Region.“ Dabei lobte Sie den Naturpark als „Lokomotive“ bei der Umsetzung neuer Projektideen.

Richtig gut kamen auch das neue Format Wilde-Sau-TV sowie der umgebaute Foodtrailer an, der künftig auf Naturpark-Märkten und anderen Veranstaltungen Wildschweinspezialitäten in der Region anbieten wird. Projektleiter Uwe Baumann wies außerdem auf die künftige Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen im Naturpark sowie auf die Fortsetzung der Grill-, Koch- und Zerlegekurse hin, sobald die coronabedingte Situation es zulasse.

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