Magazin Schwarzwälder Heilkräuter

Wirksame Heilkräuter: Gänsefingerkraut

Dr. Klein Gänsefingerkraut

Heute erfahrt ihr Interessantes über das Gänsefingerkraut! Und das ist nur der Anfang. Denn unser Partner, die Dr. Klein GmbH & Co. KG aus Zell am Harmersbach, Hersteller von Naturarznei, informiert euch von nun an regelmäßig über wichtige Heilkräuter, die im Schwarzwald wachsen, und ihre Wirkung.

Gänsefingerkraut hilft bei Magen-Darm-Beschwerden

Gänsefingerkraut
Unscheinbar, aber wirksam: das Gänsefingerkraut

Bauchweh? Dann könnte euch das Gänsefingerkraut helfen – lateinisch Potentilla anserina. In der Pflanzenheilkunde wird es auch Krampfkraut genannt und ist geeignet für vielfältige Anwendungsbereiche. So wird es zur Behandlung von Durchfallerkrankungen und anderen Störungen des Magen-Darm-Trakts sowie bei krampfartigen Regelbeschwerden eingesetzt. Zudem kann es äußerlich bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut hilfreich sein. Gänsefingerkraut wirkt entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend und tonisierend. Darüber hinaus hat es eine adstringierende und antiseptische Wirkung und erschwert Bakterien so das Einnisten in der Schleimhaut.

Sammeltipps

Illustration Gänsefingerkraut
Illustration des „Gemeinen Gänserich“ aus dem Buch „Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz “ von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé aus dem Jahr 1885.

Bei uns im Schwarzwald findet man das Kraut auf Wiesen, an Bächen oder auch am Wegesrand. Zum Beispiel, wenn man einen Spaziergang durch das Kinzigtal macht. Das Heilkraut hat dunkelgrüne, gefiederte Blätter, die auf der Unterseite silbrig behaart sind. In der Blütezeit von Mai bis August bildet es an langen Stielen goldgelbe Blüten. Das Gänsefingerkraut kann auch am besten von Mai bis August gesammelt werden. Man kann die Blätter oder auch das ganze Kraut mitsamt den Blüten sammeln. Danach sollte man es an einem schattigen und luftigen Ort trocknen.

Aus dem getrockneten Gänsefingerkraut lässt sich ein Tee zubereiten. Man nimmt pro Tasse einen Teelöffel des Krauts und gießt die Tasse mit heißem Wasser auf.

Was ist drin im Gänsefingerkraut?

Das Extrakt des Gänsefingerkrauts wird aus den kurz vor der Blüte oder zur Blütezeit geernteten frischen oder getrockneten Blättern, Blüten und Blütenstängeln hergestellt. Wer es ganz genau wissen möchte: Die wichtigsten Inhaltstoffe des Gänsefingerkrauts sind Gerbstoffe – vorwiegend Ellagtannine – und Flavonoide. Es enthält aber auch Priterpene wie Tormentosid, Anthocyane und Phytosterole.

Reich an Gerbstoffen

Gänsefingerkraut ist reich an Gerbstoffen und enthält bis zu zehn Prozent davon. Diese bilden im Darm mit Eiweißen eine unlösliche Verbindung und sind für die heilende Wirkung auf die Schleimhautoberfläche verantwortlich. Zudem helfen sie, eine oberflächliche Schutzschicht auf der Schleimhaut zu bilden. Schädliche Substanzen und krankheitserregende Keime können sich so nicht ansiedeln. Gerade Diabetiker, die häufig unter einer fehlgesteuerten Bakterienbesiedelung des Darms leiden, können davon profitieren. Außerdem verhindern die Gerbstoffe, dass dem Darm Flüssigkeit entzogen wird. Allgemein helfen die Gerbstoffe, die ausgewogenen physiologischen Verhältnisse im Magen-Darm-Trakt wieder herzustellen.

Kleine Pflanze mit großer Wirkung

Potentilla anserina stammt aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wächst auf nährstoffreichen Wiesen, auf Äckern und an Wegrändern; bevorzugt auf feuchtem, stickstoffreichem, lehmig-tonigem Boden oder auch auf steinigem Untergrund. Der lateinische Name geht zurück auf die Begriffe „potentia“ (= Macht), was möglicherweise auf die Heilkraft des Krauts anspielt, und „anserinus“ (= Gänse). Letzteres bezieht sich auf den häufigen Standort des Gänsefingerkrauts, nämlich die Gänseweiden, und den Umstand, dass Gänse die Pflanze auch gerne fressen.

(Foto: Rasbak/Wikipedia)

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