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2018 noch mehr Naturpark-Projekte

Das Projekt "Blühender Naturpark" soll auf alle baden-württembegischen Naturparke ausgeweitet werden.

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr noch stärkere Unterstützung aus der Politik und der Wirtschaft für unsere Naturpark-Projekte bekommen. So können wir uns noch mehr für Natur- und Umweltschutz, nachhaltigen Tourismus und Regionalvermarktung engagieren.

Die frohe Kunde hörten die rund 100 Vertreter der Naturpark-Mitglieder – Städte, Gemeinden, Landkreise und Verbände – auf der Mitgliederversammlung am 9. April vom Naturpark-Vorsitzenden und Rastatter Landrat Jürgen Bäuerle. Vor allem ist es gelungen, neben der regulären Naturpark-Förderung noch Fremdmittel für zusätzliche Projekte zu akquirieren.

Neue Partner und Mitglieder

Bäuerle unterstrich den Anspruch des Naturparks, die Region nachhaltig weiterzuentwickeln. Als neuer Partner auf diesem Weg konnte der Naturpark das Unternehmen Schwarzwaldmilch GmbH aus Freiburg gewinnen. Außerdem begrüßte er den „Deutschen Alpenverein (DAV) Landesverband Baden-Württemberg“ und die „NaturFreunde Baden und Württemberg“ als neue Naturpark-Mitglieder.

In allen Naturparken sollen mehr Wildblumen blühen!

Für unser großes Projekt „Blühender Naturpark“  hat das Land Baden-Württemberg über sein Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt 370.000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit soll unter der Federführung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord in allen sieben baden-württembergischen Naturparken mehr Lebensraum für die bedrohten Insekten geschaffen werden.

Kindern und Jugendlichen die Natur näherbringen

Ein weiteres Projekt sind die „Naturpark-Detektive – vom Netz in die Natur“. Hierfür hat die CDU-Landtagsfraktion 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Kinder und Jugendliche sollen auf spielerische und abenteuerliche Art den Zusammenhängen in der Natur auf die Spur kommen. Geplant sind die Entwicklung eines Konzepts und die Umsetzung auf der Fläche. Wichtiger Bestandteil ist die Verknüpfung mit Online-Medien.

Auch die Weiterentwicklung des Infozentrums Kaltenbronn zu einem „Naturpark-Haus“ wird über Mittel aus dem Doppelhaushalt getragen (Gesamtvolumen: 30.000 Euro). Hier soll ein Dienstleister mit der Konzepterstellung beauftragt werden.

62 Naturpark-Projekte für nachhaltige Regionalentwicklung

Mit den erwähnten regulären Fördermitteln von 643.000 Euro fördert der Naturpark 2018 insgesamt 62 Projekte. Dazu zählen unsere eigenen Projekte, etwa die Naturpark-Genuss-Messen, naturpädagogische Angebote für Kinder oder eine blühende Wildblumenwiese auf der Landesgartenschau in Lahr.

Auch die Verteilung einer neuen Naturpark-Zeitung gemeinsam mit dem Naturpark Südschwarzwald ist geplant. Hinzu kommen zahlreiche Einzelprojekte der Kommunen, Kreise und Verbände – beispielsweise die Errichtung weiterer Naturpark-AugenBlicke (Bühl, Ebhausen, Neuweiler, Tiefenbronn), die Sanierung und der Umbau der Monhardter Wasserstube (Altensteig), die Ausweisung neuer Wanderwege wie des „Hexensteigs“ (Kappelrodeck), die Konzeption neuer GeoTouren (Bad Liebenzell) oder die Konzeption von Infotafeln zum Thema Gleitschirmfliegen (Deutscher Hängegleiterverband e.V.). Zudem wollen weitere Schulen Naturpark-Schule werden (Bühlertal, Bischweier, Dornhan).

Schon über 1.100 Projekte seit Bestehen gefördert

In den vergangenen 17 Jahren seit seinem Bestehen hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord rund 1.100 Projekte mit insgesamt  8,5 Millionen Euro Fördermitteln auf den Weg gebracht. Förderanträge können Gemeinden, Städte, Kreise, Stiftungen, Vereine und Einzelpersonen aus dem Naturpark stellen. Wer 2019 ein Projekt im Naturpark umsetzen möchte, kann bis Ende November 2018 einen Förderantrag stellen. Nähere Infos erteilt die Naturpark-Geschäftsstelle unter Tel. 07223/957715-0, www.naturparkschwarzwald.de.

(Fotos: Denker/Naturpark, pixabay)