Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Was wir essen, hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Körper und unsere Gesundheit, aber auch auf die Natur. Wenn wir uns bewusst nachhaltig ernähren, ist das nicht nur gut für uns selbst, sondern auch für unsere Nachkommen und eine intakte Umwelt. Doch wie ernährt man sich nachhaltig? Unser Partner AOK Baden-Württemberg gibt ein paar kleine Tipps mit großer Wirkung und Erfolgsgarantie.

1. Bevorzugt regionale und saisonale Erzeugnisse

Obst und Gemüse erst dann zu essen, wenn es natürlicherweise geerntet wird, ist besonders nachhaltig. Es braucht dann keine energieaufwändigen Treibhäuser, die Pflanzen können im Freiland wachsen. Wer Erzeugnisse aus der eigenen Region beispielsweise auf dem nahen Wochenmarkt einkauft, vermeidet große Transportwege, Lagerung und stärkt die regionale Wirtschaft. Ein Saisonkalender zeigt euch, wann Obst und Gemüse bei uns erntereif sind.

2. Kauft Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau

Lebensmittel sind nachhaltiger als konventionell angebaute. Weniger Rohstoff- und Energieverbrauch und dadurch weniger Treibhausgase sowie angemessene Landnutzung und artgerechte Tierhaltung tragen zu einer nachhaltigen Herstellung der Lebensmittel bei. Das Verbot bestimmter Dünger oder Pestizide in der ökologischen Landwirtschaft schützt Boden, Grundwasser und unsere Gesundheit. Die verschiedenen Bio Siegel (EU-Biosiegel, Naturland, Demeter etc.) helfen bei der Orientierung und erleichtern euch die Auswahl der richtigen Produkte.

3. Geht zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen

Lasst das Auto stehen und radelt oder spaziert zum Wochenmarkt. Das ist nicht nur gut für die Umwelt und reduziert euren persönlichen ökologischen Fußabdruck, sondern tut auch euch selbst gut. Wenn ihr z. B. aus gesundheitlichen Gründen nicht auf das Auto verzichten könnt oder der Supermarkt weit entfernt ist, versucht einmal wöchentlich einen Großeinkauf zu erledigen. So vermeidet ihr unnötige Fahrten.

4. Esst weniger Fleisch

Die Produktion von Fleisch verbraucht ein Vielfaches an Landfläche, Energie und Wasser im Vergleich zu Getreide, Obst und Gemüse. So wird für die Herstellung eines Kilogramms Rindfleisch rund die zehnfache Menge Wasser verbraucht wie für ein Kilo Weizen. Esst also Fleisch bewusst und mit Genuss. Reduziert euren Fleischkonsum und probiert auch etwas Neues aus, integriert zum Beispiel andere Eiweißlieferanten wie Hülsenfrüchte in euren Speiseplan. Wenn ihr Fleisch kauft, achtet auf gute Qualität und artgerechte Tierhaltung aus der Region.

5. Schreibt’s euch auf

Schreibt euch vor dem Einkauf einen Einkaufszettel. So kauft ihr auch wirklich nur das, was tatsächlich gebraucht wird. Unverpackte Lebensmittel geben euch die Gelegenheit, nur die benötigte Menge für euer Rezept zu kaufen. Dadurch könnt ihr vermeiden, dass unzählige Lebensmittel in der Tonne landen und spart damit außerdem eine Menge Verpackungsmüll. Indirekt wird so auch der Einsatz von Energie und Wasser zur Müllentsorgung vermieden.

6. Kauft weniger Fertiggerichte

Kauft weniger verarbeitete Produkte, denn jeder Produktionsschritt verbraucht Ressourcen wie Energie, Wasser und Verpackung. Außerdem enthalten verarbeitete Lebensmittel oft viel Fett, Zucker und Salz.

7. Achtet auf „faire“ Lebensmittel

Durch nachhaltige Ernährung schont ihr nicht nur die Umwelt, sondern tragt auch dazu bei, dass Landwirte durch faire Preise angemessen bezahlt werden, gute Arbeitsbedingungen haben und gute Qualität liefern.

Geht’s der Umwelt gut, ist das auch gut für die Menschen. Deshalb hat die AOK auch für das eigene Unternehmen das Umweltprogramm „greenAOK“ ins Leben gerufen. Damit schont sie bewusst Ressourcen, reduziert Müll und Kohlendioxid, spart Energie und erfüllt dabei die Anforderungen der internationalen Umweltmanagementnorm DIN ISO 14001.

(Fotos: pixabay)

7.9.2019