Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Masterplan Kaltenbronn - Zwischenbilanz Das Projektteam Masterplan Kaltenbronn hat rund 40 Vertretern aus Politik und unterschiedlichen Institutionen eine Zwischenbilanz vorgestellt. Die weitere Entwicklung des Naturerlebnisraums Kaltenbronn soll auf drei Säulen ruhen. Am Ende soll eine Infrastruktur aus Naturpark-Haus oder -Weiler und Naturlandschaft entstehen. Diese wird die Basis für einen sanften, naturverträglichen Tourismus mit Besucherlenkung,...

Neues zum Naturerlebnisraum Kaltenbronn

Das Projektteam Masterplan Kaltenbronn hat rund 40 Vertretern aus Politik und unterschiedlichen Institutionen eine Zwischenbilanz vorgestellt. Die weitere Entwicklung des Naturerlebnisraums Kaltenbronn soll auf drei Säulen ruhen. Am Ende soll eine Infrastruktur aus Naturpark-Haus oder -Weiler und Naturlandschaft entstehen. Diese wird die Basis für einen sanften, naturverträglichen Tourismus mit Besucherlenkung, Bildungsangeboten, Naturerlebnis, Ausstellungen und Führungen sein.

Der Naturerlebnisraum Kaltenbronn gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Rund 400.000 Besucherinnen und Besucher machen sich jedes Jahr auf den Weg, um die einzigartige Hochmoor-Landschaft zu entdecken und unberührte Natur zu genießen. Um die Frage, wie die Zukunft dieses besonderen Naturerlebnisraums aussehen könnte, kümmert sich seit Mai 2020 federführend ein Projektteam in der Geschäftsstelle des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord.

Drei Säulen für den Naturerlebnisraum

Eine erste Zwischenbilanz zur Umsetzung des Masterplans Kaltenbronn stellte das Duo Nina Rühlig und Uwe Baumann jetzt rund 40 Vertretern des Zweckverbands Kaltenbronn, der Landkreise, des Forstes, des Infozentrums Kaltenbronn und weiterer Institutionen vor. Auch die Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel, Hans-Peter Behrens (Grüne) und Jonas Weber (SPD) hatten sich zum digitalen Forum Kaltenbronn zugeschaltet. Dabei wurde deutlich: Auch wenn noch viele Fragen offen sind, wird die weitere Entwicklung des Höhengebiets künftig auf drei festen Säulen ruhen.

Moorstation für Schulklassen am Hohlohturm im Sommer geplant

Neben der Entwicklung und Positionierung einer ‚Marke Kaltenbronn‘ (Säule 1) und der Konzeption eines Naturpark-Hauses oder Naturpark-Weilers im Höhengebiet (Säule 3) geht es insbesondere darum, den Naturerlebnisraum Kaltenbronn neu zu inszenieren (Säule 2). Als erste Umsetzungsmaßnahme im Rahmen dieser zweiten Säule steht der Aufbau einer mobilen oder stationären Naturpark-Moorstation speziell für Schulklassen. Ziel ist, sie noch in diesem Sommer mit regionalen Baustoffen im Gebiet des Hohlohturms zu errichten. Die Genehmigungen werden zeitnah beantragt, erste Zustimmungen sind bereits erfolgt. Die Moorstation soll die wichtigen Themen Klimawandel und Klimaschutz in den Fokus rücken. Gleichzeit soll sie gleichzeitig Maßstäbe für zukünftige Projekte und Maßnahmen setzen. Alle Vorhaben auf dem Kaltenbronn sollen naturverträglich, nachhaltig und klimaneutral sein, unterstrich Uwe Baumann vom Projektteam.

„Wertvolle Impulse und Gedanken“

Klaus Mack, Naturpark-Vorsitzender und Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad, lobte die umfangreiche Vorarbeit der vergangenen Monate. „Das Projektteam hat auf Basis des Masterplans zahlreiche Gespräche mit rund 150 Beteiligten geführt und das Projekt in den kommunalen Gremien vorgestellt. Dabei sind viele wertvolle Impulse und Gedanken gesammelt worden, die nun in die weitere Entwicklung einfließen.“ Er verwies auf die Strahlkraft und die herausragenden Qualitäten des Naturerlebnisraums für die beteiligten Portalgemeinden, den mittleren und nördlichen Schwarzwald und das Land Baden-Württemberg, das die Umsetzung des Masterplans Kaltenbronn fördert. Mack dankte den Landtagsfraktionen für ihre Unterstützung. Die zugeschalteten Abgeordneten sagten ihre weitere Unterstützung zu.

„Zeit für einen größeren Schritt“

Insgesamt sieben Ideenwerkstätten zu den Themen Markenentwicklung, Raumentwicklung, Bildung, Tourismus, Klimaschutz, Umsetzungsmaßnahmen und Naturpark-Haus hatten im Vorfeld stattgefunden. „Für die weitere Entwicklung ist der Ausbau der Infrastruktur und die Errichtung eines Naturpark-Hauses oder Naturpark-Weilers entscheidend. Denn nur so gelingt es, Angebote auf dem Kaltenbronn gebündelt und weitere Maßnahmen zu koordinieren. Es ist an der Zeit, einen größeren Schritt zu gehen“, sagte Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker.

Finale Ergebnisse im Mai 2022

Die Beteiligten werden in den kommenden Monaten die angestoßenen Prozesse nun vertiefen. Beispielsweise formulieren sie Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Marke Kaltenbronn oder ermitteln die baulichen und finanziellen Voraussetzungen für die Schaffung eines Naturpark-Hauses. Für den nächsten Winter ist ein zweites Forum Kaltenbronn geplant. Im Mai 2022 will das Projektteam die finalen Ergebnisse des Projekts Naturerlebnisraum Kaltenbronn dann im Rahmen eines Abschlussforums vorstellen.

(Titelbild: Zweckverband im Tal der Murg, übrige Fotos: Jochen Denker/Naturpark, Stefan Dangel/Naturpark, Sylvia Bieler, Joachim Gerstner/compusign, Christopher Wünsche)

9.3.2021

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