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Tiersteckbrief: Feuersalamander

Tiersteckbrief Feuersalamander
Tagsüber ist der Feuersalamander selten zu sehen. Wenn, dann muss es feucht sein.

Viele kennen ihn unter dem Namen „Lurchi“ – seit 1937 eine beliebte Comic-Figur, mit der ein bekannter Schuhersteller bis heute Werbung macht. Den Feuersalamander mit seiner auffälligen gelb-schwarzen Färbung kennt praktisch jeder. Im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord findet er gute Lebensbedingungen.

Er liebt es feucht und waldig. Der Feuersalamander lebt bevorzugt in Laubwäldern und immer in der Nähe von Gewässern, also Tümpeln und Bächen. In Fließgewässern sucht er sich Stellen mit wenig Strömung. Seine Haut muss immer feucht bleiben, deshalb ist er eher in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Nur bei Regenwetter kann man ihn auch tagsüber entdecken. Sonst hält er sich in feuchten Verstecken auf, beispielsweise unter umgestürzten, vermodernden Baumstämmen.

Der Feuersalamander kann bis zu 20 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar wesentlich älter. Allerdings ist er, wenn auch in Deutschland nicht (mehr) gefährdet, geschützt und es ist verboten, Tiere zu fangen. Da er nicht besonders flink ist, gehört er nach Igel und Kröte leider zu den häufigsten Verkehrsopfern.

Der Feuersalamander paart sich anders

Im Unterschied zu den meisten anderen Lurchen paart er sich nicht im Wasser, sondern an Land. Weibchen und Männchen sind schwer zu unterscheiden. Das Weibchen kann die männlichen Samen mehrere Jahre im Körper aufbewahren und so auch ohne Paarung jährlich Nachwuchs bekommen. Die Larven entwickeln sich im Wasser und atmen durch äußere Kiemen. Die ausgewachsenen Salamander atmen durch Lungen, aber auch durch die Haut..

Die gelb-schwarzen Amphibien ernähren sich hauptsächlich von Fliegenlarven, Würmern und Nacktschnecken. Auch Asseln, Insekten und Spinnen stehen auf dem Speiseplan. Gegen seine eigenen Fressfeinde schützt er sich mit einem giftigen Sekret namens Salamandrin, das er über Drüsen an seinen Ohren absondert. Für Tiere, die ihn erbeuten, kann es tödlich sein. Für Menschen ist es nicht sehr gefährlich. Wenn man einmal einen Salamander in der Hand hatte, sollte man sich allerdings nicht in die Augen fassen, sondern die Hände waschen.

Lieber etwas kühler

Wie alle Amphibien ist der Feuersalamander wechselwarm. In der kalten Jahreszeit sucht er sich Verstecke unter dem Boden und verfällt in Winterstarre. Dann schlägt sein Herz nur noch fünfmal pro Minute. Am wohlsten fühlt er sich bei Temperaturen zwischen acht und 18 Grad.

Wer etwas für ihn tun möchte, legt im Garten ein paar gute Verstecke wie Steinhaufen, eine Trockenmauer oder einen Holzstapel an. Es ist immer etwas Besonderes, einen Feuersalamander zu entdecken und zu beobachten.

(Fotos: pixabay)

 

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