Natur & Landschaft Blühender Naturpark

Blühender Naturpark: Neue Wildblumenwiesen im Vogtsbauernhof

Blühender Naturpark im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Bei der Einsaat vor dem „Schlössle von Effringen“ (v. l. n. r.): Horst Biegert (techn. Leiter Freilichtmuseum), Siegfried Eckert (Bürgermeister Gutach), Margit Langer (Geschäftsführerin Freilichtmuseum) und Lilli Wahli (Projektmanagerin Naturpark) mit den Kindern des Gutacher Kindergartens „Unterm Regenbogen“.

Mit dem Projekt Blühender Naturpark engagieren sich der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und der Landesverband Badischer Imker seit 2016 für mehr ökologische Vielfalt in der Region und gegen das Insektensterben. Möglichst viele Flächen werden mit gebietsheimischen Saatmischungen eingesät, damit darauf zahlreiche Wildblumenarten wachsen und den Insekten Lebensraum und Nahrung bieten können.

Rund 55 Städte, Gemeinden, Kreise und Unternehmen aus dem Naturpark nehmen bereits an dem Projekt teil. In diesem Herbst stellen 14 Projektteilnehmer insgesamt weitere 41 Flächen mit 25.500 Quadratmetern zur Verfügung – darunter auch das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach.

Erste Herbstaussaat für blühende Vielfalt im Naturpark

Die besten Zeiträume für die Einsaat von Wildblumen liegen im Frühjahr und im Herbst. Der Auftakt der diesjährigen Herbsteinsaat fand gestern auf zwei Flächen von 400 und 230 Quadratmetern auf dem Museumsgelände in Gutach statt. Kinder des Gutacher Kindergartens „Unterm Regenbogen“ säten mit Feuereifer die Blumensamen auf den beiden Flächen am neu im Freilichtmuseum aufgebauten, 600 Jahre alten „Schlössle von Effringen“ ein.

Margit Langer, Geschäftsführerin des Vogtsbauernhofs, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Naturpark: „Es gibt kaum einen besseren Platz für eine artenreiche Blumenwiese, so wie es sie früher überall gab, als hier im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Auf unserer Erweiterungsfläche wird die bunte Blütenvielfalt besonders gut zur Geltung kommen“.Der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert habe dabei als Zeichen der Verbundenheit mit dem Museum die Patenschaft für die zwei Blühflächen übernommen.

In Gutach werden schon zum zweiten Mal Flächen angelegt

„Sehr gerne unterstützen wir das Projekt des Naturparks und tun etwas für die Natur“, sagte Eckert. „Bereits im Frühjahr haben wir in unserer Gemeinde eine Fläche an der Hornisbrücke eingesät.“ Projektleiterin Lilli Wahli vom Naturpark ergänzte: „Mit unserem Projekt ‚Blühender Naturpark‘ möchten wir die Menschen für den Erhalt wertvoller Lebensräume und für die Bedeutung unserer heimischen Insekten sensibilisieren.“

Blühender Naturpark: Hintergrund:

In Deutschland gibt es über 560 Arten von Bienen, die Honigbiene ist nur eine davon. Alles andere sind Wildbienen, darunter 32 Hummelarten. Über die Hälfte zählt zu den gefährdeten Arten. 147 Arten ernähren sich von einer einzigen Blütenart. Schon deshalb ist die Artenvielfalt auch bei den Wildblumen wichtig. Bienen brauchen eine gesunde, durchmischte Natur, dann sind sie selbst gesund. Vielerorts ist die Artenvielfalt bei den Wildblumen durch moderne Landwirtschaft und intensive Pflege von Grünflächen stark zurückgegangen. Dies wirkt sich auch auf die Vielfalt von wilden Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Faltern, Schmetterlingen und sogar Feldvögeln aus.

(Fotos: Stefan Dangel/Naturpark)

Mehr Informationen, auch darüber, wie ihr Blumenwiesenpaten werden könnt, findet ihr hier.

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